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Rollis für Afrika» Blogarchiv » Ein Gang durch die Bezirke von Thiés

Ein Gang durch die Bezirke von Thiés 05 Mär 2011


Von Mittwoch bis Freitag fuhren wir in unterschiedliche Bezirke Thiés, die jeweiligen „hopitals“ dort dienten als Sammelpunkte.
Am Mittwoch untersuchten wir rund 20 Menschen im „Poste de Santé Parcelle Assenie“. Die dortigen räumlichen und hygienischen Gegebenheiten waren für unsere Zwecke eher schwierig. Vor allem die in den Sand geworfenen, benutzten Spritzen und die mit Blutflecken besprenkelten Wände ließen unsere Auffassung von Sterilität im luftleeren Raum baumeln. Auch gab es schlichtweg zu wenig Räume für uns, die noch dazu recht klein gehalten waren, denn der normale Krankenhausbetrieb lief bis zum Nachmittag weiter.
Trotzdem konnten wir diese Hürden überwinden und unsere Arbeit unter den Bedingungen dort zufriedenstellend durchführen.
Das hopital von „Poste de Santé Medina Fall“, an dem wir am folgenden Tag unsere Arbeit fortsetzten, führte uns ein gänzlich anderes Bild vor Augen. Das recht große Krankenhaus befand sich in einem sehr guten Zustand. Zeitgleich mit uns wurde im Haupthaus ein lokales Impfprojekt durchgeführt. Kinder wurden kostenlos mit den gängigen Impfungen versorgt, was angesichts der zahlreichen Erkrankungen an Polio, die zumeist dazu führen, dass man sich ohne Hilfsmittel nicht mehr fortbewegen kann, sehr wichtig ist. Dennoch hatte sich die Leitung sehr gut auf uns vorbereitet und uns einen weitläufigen Umkreis reserviert.
Wir konnten die Aufnahme der persönlichen Daten samt Sozialanalyse und Portrait in einem Pavillon durchführen. Die Änderung der Reihenfolge (die physiotherapeutische Untersuchung erfolgt nun ganz am Ende) erschien sehr sinnvoll. Durch die Nähe der beiden ersten Stationen schien auch die Kommunikation untereinander flüssiger zu verlaufen. Insgesamt lief die Organisation reibungslos, das Team wirkte am vierten Tag der gemeinsamen Arbeit sehr gut eingespielt und die Aufnahme der rund 30 Menschen konnte zügig und ohne Komplikationen erfolgen.
Der Bedarf in dieser Region scheint relativ groß zu sein. Viele Menschen kamen ohne jegliche Hilfsmittel. Einige halfen sich mit diversen Fortbewegungsmitteln, wie Mofas, Fahrrädern (auf denen sie geschoben werden) oder selbstkonstruierten Rollstühlen aus, andere bewegten sich mit allen vier Gliedmaßen am Boden.
Zwei weitere Frauen waren nicht weniger kreativ, und versteckten ihre Rollstühle in der Umgebung. Die Aufklärung, wer denn nun der tatsächliche Besitzer sei, zog sich eine Weile hin. Zumindest bei einem Fall ist mittlerweile klar, dass ihre Angabe, sie hätte den Rollstuhl von einer Nachbarin geliehen und ihn draußen gelassen um Missverständnisse zu vermeiden, wahr ist.
In der nächsten Woche müssen wir daran denken, Werkzeug und Luftpumpen mitzunehmen, denn die meisten bereits vorhandenen Rollis brauchen einfach nur eine Generalüberholung und Luft, bzw. neue Reifen und das kann man direkt erledigen. Ansonsten fällt unser kollektives Fazit durchweg positiv aus.
Das Thema Hausbesuche liefert noch zu klärendes Diskussionsmaterial. Denn natürlich ist es wichtig, gerade die Menschen zu erreichen, die tatsächlich nicht einmal die Möglichkeit haben zu uns zu kommen. Deshalb sollten Hausbesuche auch immer durchgeführt werden, wenn auch die konkrete Vorgehensweise noch geklärt werden muss. Andererseits darf der integrative Gedanke hinter dem Rollis für Afrika Projekt nicht vergessen werden und ein Zusammentreffen mit anderen Menschen mit Auffälligkeiten aus der eigenen Region liefert natürlich enormes integratives Potential. Austausch und der Aufbau von sozialen Netzwerken kann so ermöglicht werden.
Ansonsten war unsere Unterkunft in Thiés, auf dem Gelände des dortigen Centre und einer Grundschule sehr schön. Morgens standen die Kinder zum Fahnenappell bereit, Abends tobten sich Kickboxer und Taekwando-Begeisterte auf dem Gelände aus. Das Essen war unglaublich lecker und es war dort unglaublich heiß. Ein wenig schade, dass wir unser Nachtlager im freien heute Morgen endgültig abgebaut haben.
Heute fuhren wir ins 20 km entfernte „Centre de Santé de Thieo“. Das liegt am Anfang der Steppe und diese Weite ist unglaublich schön. Auf dem Weg hierher hielten wir auf Anfrage in einem Dorf, in dem wir insgesamt neun weitere Fälle untersuchten. In diesem Dorf entstehen gesundheitliche Probleme oftmals durch sehr enge verwandtschaftliche Verbindungen, denn es ist den Menschen dort vorgeschrieben innerhalb der Familie zu heiraten. Im Kontext der dörflichen Umgebung und Gesellschaft, aber auch im Hinblick darauf, dass teilweise auch psychische Krankheiten vorliegen, stellt sich auch hier die Frage nach der Möglichkeit der Verwirklichung des integrativen Konzepts. Warum sollten diese Menschen, wären sie im Besitz eines Rollis, plötzlich in die Schule geschickt werden? Ein Großteil des Dorfes hat die Schule nie besucht, sondern eher bei der Feldarbeit geholfen. Und doch ist ja auch die Möglichkeit, am sozialen Leben des nächsten Umfeldes teilzuhaben die Chance, sich zu integrieren und Veränderungen herbeizuführen, wenn diese auch einzig darin liegen, nicht nur den ganzen Tag in einem Schattenplatz zu liegen, sondern sich selbstständig oder mit Hilfe anderer innerhalb der Dorfgemeinschaft fortzubewegen.
Während ich dies hier schreibe sitze auch ich im Schatten vor dem „hopital“ in Thieo. Rund 10 Menschen haben hier auf uns gewartet, darunter viele alte Menschen. Dies wirft ein weiteres Problem auf, denn alte Menschen gehören nicht zu unserer Zielgruppe. Das klingt zunächst unmenschlich und ehrlich gesagt ist es für mich emotional auch teilweise problematisch. Doch das Ziel, Menschen die Voraussetzungen zu schaffen, ein weitestgehend selbstständiges Leben zu führen - in die Schule zu gehen, einen Beruf zu lernen, eigenes Geld zu verdienen, sich ein soziales Umfeld mit Freunden und Familie zu schaffen – ist natürlich vor allem von jungen Menschen umsetzbar. Da unsere Kapazitäten nunmal beschränkt sind, ist die Vergabe ebenso geprägt von einem rationalen, ökonomisch sinnvollen Vorgehen. Man kann nur das Leben einiger dieser Menschen hier nachhaltig verbessern, mehr nicht. Das lohnt sich allemal, aber….
Neben mir steht die ganze Zeit ein Junge, der wohl ungefähr 10 Jahre alt sein wird und nur noch ein Bein hat. Sicherlich wird er von uns einen Rollstuhl bekommen, hoffentlich wird sein Leben dadurch reicher werden. Trotzdem finde ich die Gesamtsituation manchmal schwer. Mein Gefühl hierzu lässt sich noch kaum in Worte fassen und ist sehr unklar. Vielleicht in ein paar Wochen.

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